Aalangeln: Der Tauwurm als Aalköder am Aalhaken

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4. Mit Tauwurm auf Aal Ansitz:
Der immerzu fängige Aalköder – Klassiker – „Der Aal-Rounder“
Wahrscheinlich muss man gerade zum fängigsten und bekanntesten Aalköder die wenigsten Worte verlieren, hat doch jeder Aal Angler, wie wahrscheinlich auch jeder andere Angler, mit diesem Klassiker schon seine Erfahrungen gemacht. Trotzdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, um den Anfängern und jung Anglern den Tauwurm als Aalköder wärmstens zu empfehlen. Der Tauwurm ist die bekannteste Wurmart in Deutschland. Der Tauwurm lebt auf Wiesen und in Gärten direkt vor unserer Tür, in selbst gegrabenen Gängen von bis zu 3 Metern Länge. Dabei erreicht der Tauwurm eine Länge von bis zu 30 cm, was ihn zu einem der längsten Wurmarten in heimischen Gefilden und zu einem hervorragenden Aalköder macht. Tauwürmer lassen sich nicht züchten, weshalb die Preise im Angelfachgeschäft für Tauwürmer höher als für die gezüchteten Dendrobena sind. Die im Angelfachgeschäft angebotenen Tauwürmer werden fast immer aus Kanada importiert und dort per Hand gesammelt.
Hinweis zum Tauwurm: Auch hier zulande lassen sich Tauwürmer ganz einfach sammeln. Nehmt dazu eine Kopflampe mit Rotlicht, wie sie beim Aalangeln sowieso notwendig ist und wählt eine laue Sommernacht, in der es zuvor am besten geregnet hat bzw. eine Nacht, in der Feuchtigkeit in der Luft ist. In der Stadt empfehle ich als Ort zum sammeln der Tauwürmer den kurzgemähten Sportplatz und auf dem Lande, entweder den eigenen Rasen oder die Schafskoppel bzw. Rindskoppel direkt nebenan. Die Hauptsache ist, der Rasen sollte kurz sein, damit die Tauwürmer schnell gesehen und einfach gefasst werden können. Schreitet in der Nacht, sobald es dunkel ist (im Sommer ab ungefähr 1 Uhr nachts) langsam und ruhig über den Rasen, die Tauwürmer kommen in feuchten Nächten aus ihren Gängen und liegen halb auf dem Rasen und hängen halb in ihren Gängen. Das Rotlicht verscheucht die Tauwürmer weniger, als würdet ihr helles, gelbes Licht wählen. Sobald ein Tauwurm vor euch liegt, müsst ihr eure Hand schnell auf den Tauwurm legen, damit dieser sich nicht mehr blitzschnell in seine Gänge verziehen kann. Seit beim legen eurer Hände auf den Tauwurm vorsichtig, ihr wollte ihn schließlich nicht zerquetschen. Sobald ihr eure Hand auf dem Tauwurm gelegt habt und der Tauwurm nicht mehr zurück kann, müsst ihr ihn vorsichtig in beide Hände nehmen und ihn langsam, wie vorsichtig aus seinem gegrabenen Gang ziehen. Wer zu schnell und unvorsichtig handelt, der läuft Gefahr, den Tauwurm zu zerreißen, was weder euch noch ihm nützt!
Aalangeln mit Tauwurm: Der Tauwurm ist nicht umsonst der bekannteste, verbreitetste und häufig auch fängigste Aalköder. Zwar ist er unter Wasser nicht so zapplig, quirlig und vital wie der Dendrobena, aber auch der Tauwurm gibt Bewegungen und Gerüche ins Wasser ab, die der Aal wahrnimmt und letztlich zum Köder führt. Der Tauwurm stellt aufgrund seiner Größe und weil der Aal auf natürlichem Wege häufig Tauwürmer als Beute hat, einen perfekte Köder für Aale dar.
Ich empfehle den Tauwurm zu jeder Jahreszeit als Aalköder zum Aalangeln. Der große Vorteil des Tauwurmes als Aalköder ist seine Größe, zumindest im Sommer. Im Sommer kann man ihn im Ganzen über den Aalhaken ziehen. Dieser Vorteil ist im Frühjahr ein Nachteil, wenn auch nur bedingt! Wenn die Aale im Frühjahr vorsichtig und schüchtern beißen, stellt der Tauwurm in ganzer Größe ein zu großes Hindernis dar bzw. es dauert uns Aal Anglern einfach zu lange, bis der Tauwurm vom Aal im Ganzen verschlungen wurde und der Aalhaken sicher sitzt. Deshalb gilt im Frühjahr, den Tauwurm mindestens halbieren, im Einzelfall auch dritteln. Durch dieses Portionieren setzt der Tauwurm unter Wasser zusätzliche Gerüche frei – wie ein eingeritzter Köderfisch beim Zander oder Hecht angeln. Für uns Aal Angler bedeutet dies, der Aal kann den Köder durch die zusätzlichen Gerüche schneller wahrnehmen und aufgrund der kleineren Größe kann der Aal den halbierten Tauwurm obendrein schneller aufnehmen.
Im Sommer und Herbst, wenn das schüchterne Verhalten der Aale abgelegt ist, sind wir in der Regel nicht mehr auf das Halbieren der Tauwürmer angewiesen. Aufgrund des hohen Nahrungsangebotes empfiehlt es sich nun, die Tauwürmer im Ganzen über den Aalhaken zu ziehen und ggf. ein Stücken am Ende des Tauwurmes zu entfernen, damit die erwähnten zusätzlichen Gerüche verströmen können. Die Aale sind den Tauwurm als Nahrung gewohnt, da dieser regelmäßig von den Ufern und Böschungen der Flüsse und Seen ins Gewässer gelangt und den Aalen auf natürlichem Wege als Nahrung dient. Der Tauwurm ist nicht um sonst der beliebteste Aalköder zum Aalangeln – der „Aal-Rounder“!

Fazit zum Tauwurm: Es gibt wahrscheinlich keinen besseren Köder zum Aalangeln, der in jedem Gewässer fängig ist und die ersehnten Aal an die Angel führt. Der „Aal-Rounder“ verdient diesen Namen zu Recht, auch wenn es hier und dort „Köder – Joker“ zum Aalangeln gibt, die situationsbedingt noch mehr Aal zu Tage fördern. Beim Tauwurm sollte man nur die unterschiedliche Köder Größe beachten, die von der Jahreszeit bestimmt wird. Der Tauwurm ist mein absoluter Favorit beim Aal angeln den man mit anderen Ködern kombinieren und auf diese Weise nochmals aufwerten kann. Versucht beispielsweise mal einen halben Tauwurm, der auf den Aalhaken aufgezogen wird in Verbindung mit einer Bienenmade an der Spitze – ein Leckerbissen für jeden Aal!

Aale Angeln mit verschiedenen Ködern. Im nächsten Teil zum Thema Aalköder wird dann auf Bienenmade, Maden, Leber, Heuschrecke, Köderfisch, Nacktschnecke, Garnelen und Krebse eingegangen.

In diesem Sinne, Petri Heil und Gut Fang!
Vergesst bitte nicht, hinterlasst Euren Angelplatz stets sauber, denn wir Angler sind Vorbilder in der Gesellschaft und es gilt unseren Ruf zu verbessern!

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Aalangeln: Der Dendrobena als Aalköder am Aalhaken

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3. Der Dendrobena (Riesenrotwurm) –
Für Angler unter Dendro bzw. Dendrobena bekannt (lat. Eisenia veneta)
An dieser Stelle müssen wir den einheimischen Rotwurm und den Riesenrotwurm, der vor allem im „Angel“ Fachhandel unter Dendrobena bekannt geworden ist, unterscheiden. Bei dem Rotwurm handelt es sich um die bereits genannte, einheimische Wurmart (Rotwurm bzw. Laubwurm), die eine Länge von maximal 15 cm erreichen kann. Bei dem Dendrobena handelt es sich um den kanadischen Riesenrotwurm, der eine Länge von maximal 20 cm erreichen kann. Dementsprechend ist der Riesenrotwurm bzw. Dendrobena im Vergleich zum einheimischen Rotwurm auch dicker und fleischiger, was sich am Aalhaken in Form eines dickeren Wurmbündel bemerkbar macht. Beim Aalangeln macht sich dieses dickere Wurmbündel ebenfalls positiv bemerkbar und führt zu mehr Aal Bissen. Trotz des ähnlichen Namens, sind kanadischer Riesenrotwurm (Dendrobena) und einheimischer Rotwurm (Laubwurm) nicht im Sinne der gleichen Gattung miteinander verwandt. Der Riesenrotwurm bzw. Dendrobena gehört der Gattung der „Eisenia“ an und ist deswegen mit dem Mist- und Kompostwurm verwandt – wer beide Würmer bereits am Haken hatte, wird dies ohnehin schon festgestellt haben, da beide ein geruchsintensives Sekret freigeben.

Bei dem importierten Dendrobena (Riesenrotwurm) findet sich ein großer Vorteil, der u.a. erklärt, wieso der Dendrobena so beliebt bei uns Anglern geworden ist. Bei dem Dendrobena (Riesenrotwurm) handelt es sich um eine Regenwurmart, die sich züchten lässt. Außerdem lässt sich der Dendrobena nach dem Kauf im Angelfachgeschäft sehr einfach und unkompliziert hältern. Der Dendrobena ermöglicht den Anglern unter uns, die sich für das Züchten und langfristige Hältern entscheiden, somit einen dauerhaften Zugriff auf perfekte Angel Würmer. Im Angelfachhandel lässt sich eine größere Menge an Dendrobenas (Riesenrotwurm) dazu ganz unkompliziert bestellen, die nach Zustellung dann in die Zucht- und Hälterungsbehälter umgefüllt werden. In diesem Fall kommen uns Anglern die Kosten für Würmer und Porto nur einmal zu stehen. Der Dendrobena pflegt eine schnelle und reichliche Fortpflanzung, somit stehen uns Anglern während der Zucht immer genügend Dendrobena (Genannt von Aal Anglern: Dendro) als Köder zum Aal angeln zur Verfügung.

Uns Aal Anglern drängt sich der Dendrobena (Riesenrotwurm) aber aufgrund weiterer sehr nützlicher und fangfördernder Eigenschaften auf. Der Dendrobena ist ein unglaublich zappliger, quirliger, vitaler und deshalb unglaublich fängiger Angel- bzw. Aalköder. Selbst bei schwankenden Temperaturen und unter Wasser behält der Dendrobena (Riesenrotwurm) diese wichtigen Eigenschaften sehr viel länger als andere Wurmarten bei. Nicht umsonst schwören deshalb viele Angler auf diese Wurmart und genau deswegen ist ein riesiger Markt für diese Wurmart entstanden – er ist quasi in jedem Angelgeschäft vorrätig oder über online Versandhäuser binnen 24 Stunden zustellbar. Der Dendrobena ist sowohl bei bis zu 25 Grad Wassertemperatur, als auch beim Eisangeln als Köder einsetzbar und behält dabei die erwähnte Spritzigkeit, die einen optimalen Aalköder ausmacht. Aufgrund seiner ausdauernden Spritzigkeit ist er sowohl ein hervorragender Aalköder, als auch Barsch Köder. Gerade Barsche können sich einen Biss nicht verkneifen, wenn dieser Wurm vor ihren Mäulern zappelt und sie förmlich zum Biss zwingt. Natürlich aber ist der Riesenrotwurm bzw. Dendrobena auch für uns Aal Angler nicht mehr wegzudenken und wir verdanken ihm sehr viele, vor allem aber, heftige Aal Bisse.
Aalangeln mit Dendrobena als Köder: Der Dendro eignet sich hervorragend als Aalköder. Im Frühjahr sollte bei zaghaft beißenden Aalen ein einzelner Wurm auf den Aalhaken gezogen werden. Ab dem Sommer, sobald sich die Aale wieder fit und vital auf Futtersuche schlängeln, sollte man sich dann wieder für ein Wurmbündel am Aalhaken entscheiden.
Hinweis zum Dendrobena: Die Größe der gekauften Dendrobena unterscheidet sich teilweise erheblich (von 5 cm – bis 20 cm Länge). Die Anzahl der Dendrobena die auf den Aalhaken gezogen werden, ist aber von der Größe abhängig. Vergleicht also die Größe eurer gekauften Dendrobena im Zweifel mit den bereits erwähnten Würmern (Mistwurm und Tauwurm) und passt die Anzahl eurer Dendrobena auf dem Aalhaken entsprechend an.
Die erwähnten Eigenschaften, dass der Dendrobena ein sehr zappliger, quirliger, vitaler und deshalb unglaublich fängiger Angel- bzw. Aalköder ist, werden sich in einer erhöhten Fang- und Bissausbeute bemerkbar machen. Erwartet aber auch von diesem Köder keine Wunder! Ähnlich wie sein verwandter Mistwurm, gibt auch der Dendrobena ein geruchsintensives Sekret ab, was den Aal an das Dendrobena Wurmbündel führt. An manchen Gewässern wird hervorragend mit diesem geruchsintensiven Aalköder gefangen und an manchen Gewässern leider gar nicht. Meine These dazu habe ich euch bei den Mistwürmern mitgeteilt.
Ich empfehle zum Dendrobena: Der Dendro ist als Angel- bzw. Aalköder nicht mehr wegzudenken und preislich viel günstiger als der Klassiker „Tauwurm“. Seine vielen Vorteile und Eigenschaften prädestinieren ihn förmlich ein Angelköder zu sein. Sein Einsatzgebiet ist dabei ähnlich wie das des einheimischen Mistwurmes, allerdings davon abhängig, wie groß die Dendrobena sind, die wir im Angelgeschäft kaufen. Bei kleineren Exemplaren müssen wir im Sommer mehrere auf den Aalhaken ziehen und bei größeren Exemplaren eben weniger bzw. einige halbieren. Die Größe der Dendrobena entscheidet letztlich darüber, wie viele Dendrobena man im Frühjahr und im Sommer auf den Aalhaken zieht. Wie bei den Mistwürmern bereits erwähnt, scheint es auch bei dem Dendrobena so zu sein, als würde das geruchsintensive Sekret nicht bei jedem Aal Wirkung zeigen und im Gegenteil, teilweise eine abschreckende Wirkung haben. Falls ihr also mit dem Dendrobena nichts in eurem Gewässer fangt, so wundert euch nicht und zieht einen anderen Aalköder auf. Der Dendro wird euch in einem anderen Gewässer mehr Aale bringen.
Betrachtet den Dendrobena trotz allem als einen hervorragenden Köder und sollten es mit den Aalen mal nicht klappen, könnt ihr immer noch den „Aal-Rounder“ Tauwurm einsetzen.

Fazit zum Dendrobena: Der Dendrobena ist ein sehr günstiger Aal Köder. Er lässt sich züchten und hältern, was seinen günstigen Preis erklärt. Der Dendro ist ein unglaublich zappliger, quirliger, vitaler und deshalb unglaublich fängiger Angel- bzw. Aalköder und den meisten Würmern vorzuziehen. Aale scheinen diesen geruchsintensiven Aalköder entweder zu lieben oder zu hassen, was vom Gewässer abhängig ist. Der Dendrobena und der Tauwurm sollten nie beim Aalangeln fehlen, es sei denn, man hat Mistwürmer als Ersatz für den Dendrobena dabei. Aal Angler lieben diese Wurmart zu Recht, sie führt zu vielen Aal Bissen und ist absolut zu empfehlen!

In diesem Sinne, Petri Heil und Gut Fang!
Vergesst bitte nicht, hinterlasst Euren Angelplatz stets sauber, denn wir Angler sind Vorbilder in der Gesellschaft und es gilt unseren Ruf zu verbessern!

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Aalangeln mit Rotwurm und Mistwurm – welcher Aalköder fängt besser Aale?

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Aalangeln bedeutet, man steht vor der Entscheidung, sich für einige Aalköder zu entscheiden. Fakt ist nämlich, es gibt eine große Auswahl bei Aal Ködern mit denen man erfolgreich Aal fangen kann. Allein bei den Würmern finden wir eine Vielzahl von unterschiedlichen Wurmarten, die jeweils gewisse Vorteile bieten und zu unterschiedlichen Jahreszeiten eingesetzt werden sollten. Wir sollten uns beim Aalangeln also für bestimmte Köder entscheiden und diese Wahl auch von der Jahreszeit abhängig machen. Bei den Würmern zum Aalangeln können wir zwischen Rotwurm bzw. Laubwurm, Mistwurm bzw. Kompostwurm, Riesenrotwurm bzw. Dendrobena und dem Tauwurm als Aalköder wählen. Zumindest handelt es sich bei dieser Aufzählung von Wurmarten um die gängigsten Wurmarten zum Angeln auf Aal – wie auch beim übrigen Angeln. Trotzdem hat jeder Aalköder unterschiedliche Vor- und Nachteile, die im Folgenden für die aufgezählten Wurmarten ausführlich erläutert werden. Im nächsten Beitrag möchte ich dann auf weitere Köder beim Aalangeln zu sprechen kommen. Beinhalten wird das Thema: Bienenmade, Maden, Leber, Heuschrecke, Köderfisch, Nacktschnecke, Garnelen und Krebse. Mit diesem Wissen ausgestattet wird die Entscheidung leichter fallen, welcher Aalköder beim nächsten Angel-Trip dabei sein darf.

1. Der Rotwurm, auch bekannt unter Laubwurm oder Roter Waldregenwurm
Der Rotwurm ist mit einer Länge von etwa 15 cm, im Gegensatz zum Tauwurm, etwas dünner und kleiner. Normalerweise lebt der Laubwurm in den oberen Erdschichten, vornehmlich in den Gras- oder Laubschichten, wo er abgestorbene Pflanzenreste vertilgt. Wie der Tauwurm, lässt sich auch der Laubwurm ganz einfach sammeln und ist praktischerweise fast überall in Deutschland beheimatet. Der Laubwurm eignet sich nicht zur Zucht, auch nicht im Komposthaufen, da dort die Temperatur zu hoch ist. Da der Laubwurm nicht gezüchtet werden kann, sind die Preise für ihn im Angelfachgeschäft höher als vergleichsweise für den zuchtfähigen Dendrobena. Das Problem beim einheimischen Rotwurm ist, er verliert an Bedeutung, da sein großer Namensbruder aus Kanada (Riesenrotwurm / Dendrobena) in jeder Hinsicht besser und fängiger beim Aalangeln ist. Beide sind nicht miteinander Verwandt!
Aalangeln mit Rotwurm: Im Gegensatz zum Mistwurm und Dendrobena, sondert der Rotwurm kein geruchsintensives Sekret ab. Der Rotwurm ähnelt damit dem Tauwurm, der ebenfalls kein Sekret absondert. Rotwurm und Tauwurm gehören derselben Gattung an, was ihre Ähnlichkeit erklärt. Der Rotwurm bzw. Laubwurm lockt die Aale unter Wasser aufgrund seiner Bewegungen und der Tatsache an, dass er eine hervorragende Mahlzeit für den Aal darstellt! Der Rotwurm war und ist beim Angeln auf verschiedenste Fischarten, z.B. Aal, Barsch, Schleie, Brassen usw. schon immer eine sehr beliebte Wurmart. Der große Nachteil beim einheimischen Rotwurm ist eben, dass er sich nicht züchten lässt.
Ich empfehle den Rotwurm zum Angeln auf Aal vornehmlich im Frühjahr, wenn die Aale zaghaft beißen und man die gekauften Tauwürmer sowieso halbieren oder dritteln müsste. In dieser Zeit lassen sich Rotwürmer bzw. Laubwürmer praktischer einsetzen, da man sie höchstens halbieren muss und sie zudem dünner als Tauwürmer sind, ergo können die Aale den Rotwurm bzw. Laubwurm schneller aufnehmen, wodurch der Aalhaken im Aal Maul sitzt! Im Sommer, wenn die Beißlaune der Aale geweckt ist, beweisen sich Rotwürmer natürlich immer noch als sehr guter Aalköder, auch wenn ich den Tauwurm im Sommer favorisiere. Wenn überhaupt, sollte man den Laubwurm bzw. Rotwurm ab Sommer nur noch als Wurm Bündel am Aalhaken anbieten und dazu zwei oder drei Rotwürmer auf den Aalhaken ziehen.

Fazit zum Rotwurm: Der Rotwurm eignet sich sehr gut zum Angeln auf Aal, jedoch vornehmlich im Frühjahr! Der Aal beißt im Frühjahr mit Bedacht und möchte einen kleineren Köder damit er diesen direkt verschlingen kann. Ab Sommer sollte der Rotwurm nur noch als Wurmbündel angeboten werden, wobei ich dann ein Mistwurmbündel auf Aal dann favorisiere.

2. Der Mistwurm und Kompostwurm (lat. Eisenia eiseni bzw. Eisenia fetida)
und der Riesenrotwurm, bekannt unter Dendrobena (lat. Eisenia veneta)

Der Mistwurm ist mit max. 10 cm Länge sehr viel kleiner als der sehr bekannte Tauwurm. Außerdem existieren von dieser Wurmart zwei Arten (Mist- und Kompostwurm), sie leben meist nebeneinander und werden von uns meist als nur eine Art aufgefasst. In dem folgenden Teil werden beide Wurmarten deshalb nicht mehr unterschieden, sondern nur noch als „Mistwurm“ bezeichnet. Wegen der gelben Streifen wird die eine Art auch als Tigerwurm (Gelbschwanz) bezeichnet, die andere Art des Mistwurms ist vollkommen Rot und ist deswegen häufig gemeint, wenn man vom Rot- bzw. Mistwurm spricht. Die Mistwürmer haben die Eigenschaft, sich sehr schnell zu vermehren, so dass wir Angler immer Köder vorrätig haben könnten, sofern wir einen Misthaufen bzw. Komposthaufen haben. Hervorragende Bedingungen zum Vermehren finden die Mistwürmer dazu im angehäuften Misthaufen von Tieren (Pferd, Rind oder Schwein) und ebenso in Komposthaufen. Fakt ist, jeder Angler sollte so einen Haufen im Garten haben, weil es praktisch und ratsam ist, diese fängigen Aalköder immer vorrätig zu haben.
Aalangeln mit Mistwurm: Beim Aalangeln schwören viele Angler auf den Mistwurm und bieten diesen als großes Wurmbündel am Aalhaken an. Der Mistwurm gibt ein besonderes Sekret frei, was sehr geruchsintensiv ist und bei einigen Wurmfressern an Land, abschreckend wirkt. Aale mit ihrer außergewöhnlichen Fähigkeit zu riechen (Aale sehen quasi mit der Nase) nehmen diesen feinen Geruch noch in hunderten Metern Entfernung wahr und Folgen schlängelnd dieser Geruchsspur, was sie letztlich zum Aalköder (zum Mistwurmbündel) führt.
Meine Empfehlung zum Mistwurm auf Aal: Glücklicherweise habe ich direkten Zugriff auf einen Misthaufen und möchte diesen nicht missen. Das bietet mir die Möglichkeit, mich mit reichlich Mistwürmern zu versorgen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich nicht immer auf den Mistwurm als Aalköder zurückgreife. Es gibt Angler, die zwar auf diesen Köder beim Aalangeln schwören, aber man sollte sich vor Augen führen, dass es nicht den einen perfekten Köder beim Aalangeln gibt. Deswegen ist es nur logisch, dass der Mistwurm zwar einen hervorragenden Aalköder darstellen kann, aber nicht zwingend muss– Das ist abhängig von den Aalen und den Gewässern! Ich habe den Mistwurm in Flüssen und Seen beim Aalangeln eingesetzt und als Joker lieben gelernt. Bei meinen Angel Ansitzen auf Aal nutze ich am Anfang immer eine Angelrute und ziehe ein großes Bündel Mistwürmer auf. Sofern die Aale in diesem Gewässer wirklich auf diesen Wurm abfahren, wird die Duftspur vom Sekret der Mistwürmer die Aale an den Aalhaken locken. Sofern dies dann geschieht, stelle ich weitere Angelruten auf Mistwurm bzw. Mistwurmbündel um.
Sollten die ersten Bisse allerdings auf den Aal-Rounder „Tauwurm“ kommen, bleibt zwar die Rute mit dem Mistwurmbündel noch einige Zeit auf dem Platze im Gewässer, aber ich würde nach dem Einholen dieser Angelrute erst mal andere „Köder – Joker“ zum Aale fangen testen. Zu einem späteren Zeitpunkt am Abend kommen die Mistwürmer eventuell nochmals zum Einsatz, immer dann, wenn sonst nichts mehr geht – nicht um sonst bezeichne ich die Mistwürmer gern als Joker beim Aalangeln!

Fazit zum Mistwurm: Der Mistwurm wird von vielen Aal Anglern geliebt, da er als Wurmbündel am Aalhaken viele Aale locken und zum Biss verführen kann – Das ist natürlich abhängig von dem Gewässer und den Aalen. Außerdem ist der Mistwurm auch bei anderen Fischen „Barsch, Schleie, Brassen etc.“ sehr fängig und als Köder beliebt. Sehr positiv am Mistwurm Bündel ist außerdem, ein Mistwurm Bündel führt selten zu Fehlbissen, da die Aale das Mistwurmbündel schnell aufnehmen können und der Aalhaken somit schnell und sicher sitzt. Ich nutze und empfehle den Mistwurm gerne als „Köder – Joker“ beim Aalangeln, vor allem wenn man unproblematisch auf den Mistwurm zugreifen kann. Der Mistwurm ist sowohl im Frühjahr (als kleineres Wurmbündel am Aalhaken), wenn die Aale zaghaft Beißen, als auch im Sommer, als großes Wurmbündel am Aalhaken, wenn die Aale hart und heftig Beißen, bestens einzusetzen. Es könnte sein, dass das Sekret der Mistwürmer bei manchen Aalen wirklich abschreckend wirkt, so wie es bei einigen Wurmfressern an Land der Fall ist. Zumindest würde diese These erklären, wieso man in machen Gewässern keine Aale mit Mistwürmern als Aalköder fängt.

In diesem Sinne, Petri Heil und Gut Fang!
Vergesst bitte nicht, hinterlasst Euren Angelplatz stets sauber, denn wir Angler sind Vorbilder in der Gesellschaft und es gilt unseren Ruf zu verbessern!

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