Aalangeln am Tag: Aal im Fluss, Aal bei Regen, Aal im Kanal

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Tipps zum Aalangeln am Tag: Im Fluss, bei Regenschauer oder Aalangeln im Kanal

Erste Schritte und Tipps: Dem Aal hängt zu Unrecht ein ehr negativer Ruf als Aasfresser an, vielmehr handelt es sich um einen geschickten Jäger, der zudem mit einem hervorragenden Geruchssinn ausgestattet ist. Wer erfolgreich auf Aaleangeln möchte, muss den Aal verstehen. Nur auf diese Weise lassen sich langfristig geeignete Köder und Montagen finden und somit große Aale fangen.
Richtig ist allerdings, der Aal ist eigentlich ein nachtaktiver Jäger! D.h. die Hauptfangzeiten für Aale sind die ersten 3 – 4 Stunden nach Einbruch der Dämmerung, also etwa 9 Uhr bis 1 Uhr Nachts und die letzten Stunden der Nacht von etwa 3 Uhr bis 6 Uhr morgens. Das bedeutet zugleich, wir haben eine Biss Pause beim Aalangeln, die sich in der Zeit von 1 Uhr – 3 Uhr Nachts bemerkbar macht – machen kann. Obwohl der Aal ein nachtaktiver Jäger ist, kann man ihn auch am Tage gezielt befischen und fangen. Dafür sind allerdings ein paar Punkte Voraussetzung die zutreffen sollten, um erfolgreich Aale am Tag zu fangen. Sofern diese aber nicht zutreffen, ist das Aalangeln am Tage aus meiner Sicht zwecklos bzw. vergeudete Zeit, da zu sehr von Glück und Zufall abhängig.

Angeln auf Aal am Tage – Tiefe Gewässer und Vertiefungen am Gewässergrund
Wie bereits erwähnt ist der Aal nachtaktiv d.h., er mag die Dunkelheit! Möchte man am Tag Aale fangen so sollte es ebenfalls dunkel sein. Diesen Zustand erreichen wir, sofern das Gewässer eine gewisse Tiefe aufweist und am besten zusätzlich eine Menge Schwebstoffe mitführt, die das Gewässer trüben.  Bei der Tiefe, die ausreichen sollte um Aale am Tag zu fangen, sprechen wir von ca. 10 Metern. Diese Tiefe kann auch nach oben korrigiert werden, sofern die Schwebstoffe im Gewässer, welche die Sonnenstrahlen frühzeitig vom Gewässerboden abblocken, vermehrt auftreten. Ein positiver Umstand wäre zum Beispiel, ein von Schiffen stark befahrener Kanal. Der unermüdliche Einsatz der Schiffsschrauben durchpflügt das Gewässer und wirbelt den Boden auf, das Gewässer trübt sich. Außerdem wird auf diese Weise Nahrung aufgewirbelt bzw. von den Schiffsschrauben zerhäckselt, die dann langsam wieder zum Gewässergrund absinkt und gerne von Aalen angenommen wird. Bei dieser Methode auf Aale zu angeln, sollte man seinen Aalköder idealerweise in Vertiefungen, kleinen Gruben am Gewässerboden oder kurz vor Unterständen anbieten – also genau da, wo sich die trägen Aale über Tag ausruhen, bevor die Aale in der Nacht wieder zum Beutestreifzug aufbrechen.

Eine weitere Möglichkeit um Aale am Tage zu fangen, sind unterspülte Gewässerkanten, die meistens ein dichtes Wurzelwerk aufweisen. Diese Gewässer haben oft einen schnellen Strom und weisen häufig nur geringe Tiefen auf. Die unterspülten Gewässerkanten in Verbindung mit einem dichten Wurzelwerk bieten dem Aal ein Ruhelager für den Tag, aber auch die Möglichkeit, auf Nahrungssuche am Tage zwischen den Wurzeln zu gehen. Eine treibende Pose und ein geeigneter Köder, der den Geruchssinn des Aals ausnutzt, sollte die trägen Schlangen am Tage aus dem Wurzelwerk locken und zum erhofften Aalfang führen.

Angeln auf Aal am Tage – Ein Regenschauer zum Aal angeln
Als ebenfalls positiv beim Angeln auf Aal am Tage kann sich ein starker Regenschauer erweisen. Dieser führt in der Regel viel Erde und andere Schwebstoffe mit und trägt diese ins Gewässer. Der Fluss bzw. das Gewässer trübt sich, wodurch dem Aal die Voraussetzung für einen Streifzug geboten wird. Viel wichtiger aber, der Regen schwemmt ungeheure Mengen an Nahrung (Raupen, Schnecken, Fliegen und Würmer etc.) ins Gewässer, welche eine leichte und nahrhafte Mahlzeit für den Aal darstellt.
Auf gleiche Weise wird auch Treibgut ins Gewässer geschwemmt, welches sich langfristig an einer Stelle im Gewässer sammelt (Buchten, Bäume im Gewässer, Pumphäuser) und somit einen undurchdringlichen Treibgutteppich auf dem Gewässer bildet.
Wie beschrieben, lassen sich Aale direkt während eines Regenunwetters fangen, da mit den Sturzfluten und den Rinnsalen Nahrung ins Gewässer geschwemmt wird, aber ebenso lassen sich Aale auch nach dem Unwetter fangen. Die Aale wissen instinktiv, dass ein Regenschauer Nahrung ins Gewässer spült und nach diesem Unwetter sammelt sich das Treibgut an einer Stelle und bildet einen undurchdringlichen Treibgutteppich. An diesen Stellen lassen sich nun ebenfalls Aale fangen. Der Treibgutteppich hält die Sonne vom Gewässerboden ab, wodurch die Voraussetzung für die nachaktive Schlange gegeben ist und zugleich sucht der Aal Nahrung, die entweder mitgeschwemmt und zwischen dem Treibgut zu finden ist oder langsam durch die Wellenbewegung des Gewässers aus dem Treibgutteppich geschüttelt wird und zum Gewässerboden absinkt, wo der Aal bereits wartet und die Nahrung dankend entgegennimmt.

 

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